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Gemälde einer Gruppe unbekleideter Frauen an einem Flußufer (Foto: Kunstsammlung und Museen Augsburg)

Badende Mädchen, um 1652


Wolfgang Heimbach
Öl auf Kupfer, 30,8 × 41,3 cm
bezeichnet unten rechts: CHP / W / fec. ..6.. [›CHP‹ ligiert mit
unterschriebenem ›W‹]
Augsburg, Kunstsammlungen und Museen, Inv. L 833

Erotische Darstellungen

Für den nackten menschlichen Körper – v.a. den weiblichen – findet sich mit Beginn der Neuzeit ein verstärktes Interesse, auch oder vielleicht gerade weil Nacktheit im öffentlichen Leben als sittenwidrig gilt und deshalb verboten ist. Entsprechende Bilder galten als anstößig.

Wolfgang Heimbach
Die Badende, um 1652
Öl auf Leinwand, 43,1 × 30,6 cm
Schloss Rosenborg, Kopenhagen

Auch Wolfgang Heimbachs Gemälde „Badende Mädchen“, das 16 junge Frauen in einem Weiher zeigt, ist ein Spiel mit dem (männlichen) Blick des Betrachters.

Zwar gibt es im 16. und 17. Jahrhundert öffentliche Badehäuser und Wildbäder im Freien – natürlich streng nach Geschlechtern getrennt –, doch waren die badenden Personen hierbei nicht nackt, sondern die Männer trugen eine Badehose, die Frauen ein Hemd. Demnach zeigt Heimbach keine alltägliche, sondern eine erotisch aufgeladene Szene.