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Annelise Kretschmer, Bildnis Christiane Kretschmer, um 1965, LWL-Museum für Kunst und Kultur

Ausstellungsvorschau 2022

Ausstellungsvorschau 2022

RADAR: Meike Schulze Hobeling - Teil der Oase III

25.6. - 18.9., Projektraum
Eingang über Westfälischer Kunstverein


Meike Schulze Hobeling (*1993 in Münster) bespielt den Projektraum durch eine Gruppe verschiedener Objekte. Als Arbeitsmaterialdienen ihr alltägliche Gegenstände, die teilweise aus dem Fundus ihrer Großmutter stammen. Durch diverse Verfahren bearbeitet, verformt und entfremdet die Künstlerin diese und überführt sie somit auf eine neue Bedeutungsebene. Die Skulpturen eröffnen aufgrund ihrer räumlichen Anordnung und ihres materiellen Zusammenspiels assoziative und direkte Bezüge zu unserer Lebenswelt.

Eine Kooperation des LWL-Museums für Kunst und Kultur und des Westfälischen Kunstvereins

Meike Schulze Hobeling Turm 2019. Ein Steinhaufen aufeinander.

Phyllida Barlow: STREET

8.7. - 12.3.2023, Lichthof 

Phyllida Barlow (*1944 in Newcastle upon Tyne) ist eine der bedeutendsten Bildhauerinnen der Gegenwart. Das Material für ihre Kunst findet Barlow häufig auf der Straße. Sie arbeitet mit
Sperrmüll, Planen, Absperrgittern, Zäunen, Fahnen oder Schildern. Allesamt Gegenstände, die den Stadtraum kennzeichnen und strukturieren. Barlow lotet das Verhältnis von Volumen, Masse und Höhe in ihren Werken aus, wobei Skulptur, Architektur und Malerei ineinandergreifen. Anlässlich einer Schenkung aus Privatbesitz zeigt das Museum im Lichthof das Werk „STREET“ sowie 40 Zeichnungen der Künstlerin.

Auf dem Bild eine Skulptur in Regalform abgebildet, die die Farbe pink trägt.

Barbarossa. Das Vermächtnis von Cappenberg & die Kunst der Herrschaft

Schloss Cappenberg, Selm 14.9.2022 5.2.2023
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 28.10.2022
5.2.2023  

Anlässlich des 900. Geburtstages des berühmten Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster die große internationale Sonderausstellung „Barbarossa- Die Kunst der Herrschaft“. Die schillernde Figur des Kaisers "Rotbart", der als schwäbischer Herzogssohn seit 1155 als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Geschicke Europas mit lenkte, steht im Zentrum der Schau, die sich auf zwei Standorte verteilt: das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster und Schloss Cappenberg bei Selm, Kreis Unna.

Das LWL-Museum widmet sich in einem breiten kulturgeschichtlichen Überblick dem um Machtausgleich bemühten Politiker, tiefgläubigen Christen, streitbaren Ritter und potenten Kunstförderer Barbarossa. Mit den Augen des Kaisers, der 1190 während des dritten Kreuzzugs im heutigen Anatolien ertrinkt, wirft die Ausstellung einen Blick auf das in vieler Hinsicht spannende 12. Jahrhundert. Zahlreiche Städte werden gegründet und gelangen rasch zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte, an den neu gegründeten Universitäten diskutieren Gelehrte aus den verschiedensten Ländern über Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften. Der kulturelle Transfer über Grenzen hinaus führt zu einer Verschmelzung antiken, abendländischen und orientalischen Kulturgutes.

In der Ausstellung bilden der berühmte „Cappenberger Kopf“ und die Taufschale des Kaisers die zentralen Kunstwerke, die direkt mit der Person Barbarossa verknüpft sind. Der künstlerische Reichtum dieser Epoche spiegelt sich auch in anderen Exponaten der Ausstellung wider: in orientalischen Elfenbeinreliefs aus Sizilien, mit Emails geschmückten Reliquiaren aus dem Rheinland und kunstvoll geformten vergoldeten Bronzeskulpturen aus Niedersachsen.

Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Kulturstiftung der Länder, Kunststiftung NRW, Provinzial Stiftung LWL-Museum für Kunst und Kultur, Stiftung der Sparkasse Münsterland Ost, LWL-Kulturstiftung, Stiftung kunst³, Freunde des Museums für Kunst und Kultur e. V., Rotary Club Selm - Kaiser Barbarossa und Kreis Unna

Cappenberger Kopf (um 1160), ehem. Prämonstratenser-Chorherrenstift Cappenberg,heute: Kath. Pfarrkirche St. Johannes Evangelist, Foto: Stephan Kube

Wolfgang Heimbach – Ein deutscher Barockmaler an europäischen Höfen

23.9. – 4.12.2022

Wolfgang Heimbach zählt zu den begabtesten, wenngleich wenig bekannten deutschen Malern des 17. Jahrhunderts. Sein bedeutendes Oeuvre soll nun erstmalig umfassend in einer Ausstellung dargestellt werden. Heimbach führte ein bewegtes, von zahlreichen Ortswechseln geprägtes Leben. Die Liste seiner Auftraggeber liest sich wie das „who is who“ der europäischen Oberschicht seiner Zeit. So malte er für den österreichischen Erzherzog Leopold Wilhelm, den dänischen König Frederik III. und sogar für Papst Innozenz X. Die Ausstellung bietet die Chance, die verschiedenen Stationen in Leben und Werk Heimbachs nachzuzeichnen und die Gemälde, ihre Auftraggeber an den unterschiedlichen Orten und sein Umfeld in Beziehung zu setzen. Während Heimbachs Gesamtwerk rund 100 Gemälde umfasst, unter denen sich Porträts, Genredarstellungen, religiöse Historien sowie ein Stillleben befinden, wird in der Ausstellung eine Auswahl von rund 40 herausragenden Gemälden aus internationalen Museen zu sehen sein.

Eine Kooperation mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg

Gefördert durch: Rudolf-August Oetker-Stiftung und die Freunde des Museums für Kunst und Kultur

Wolfgang Heimbach, Selbstbildnis, 1660, LWL-MKuK, Münster. Foto: LWL/Neander