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Eva Koťátková, The Machine for Restoring Empathy, Installationsansicht STUK, Leuven, Belgien, 2021, Foto: Kristof Vrancken

Ausstellungsvorschau 2022

Ausstellungsvorschau 2022

Der Augenblick. Die Fotografin Annelise Kretschmer

6.5.– 14.8.2022
Annelise Kretschmer (1903–1987) zählt zu den bedeutenden deutschen Fotografinnen, deren Arbeiten bereits in der Zeit der Weimarer Republik internationale Anerkennung erhielten. Mit ihrem besonderen Interesse an und ihrem Gespür für Menschen gelangen ihr eindringliche Porträtaufnahmen, die als das herausragende Charakteristikum ihres 56 Jahre andauernden fotografischen Schaffens gelten. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster, das seit Ende 2019 den Nachlass Kretschmers verwaltet, widmet dem Lebenswerk der in Dortmund geborenen Fotografin im Frühjahr 2022 eine umfangreiche Sonderausstellung, die alle Schaffensphasen beleuchtet und ihrem bevorzugten Motiv – dem Porträt – einen besonderen Schwerpunkt einräumt.

Bildnis Christiane Kretschmer, LWL-Museum für Kunst und Kultur.

Wolfgang Heimbach – Ein deutscher Barockmaler an europäischen Höfen

23.9. –4.12.2022

Wolfgang Heimbach zählt zu den begabtesten, wenngleich wenig bekannten deutschen Malern des 17. Jahrhunderts. Sein bedeutendes Oeuvre soll nun erstmalig umfassend in einer Ausstellung dargestellt werden. Heimbach führte ein bewegtes, von zahlreichen Ortswechseln geprägtes Leben. Die Liste seiner Auftraggeber liest sich wie das „who is who“ der europäischen Oberschicht seiner Zeit. So malte er für den österreichischen Erzherzog Leopold Wilhelm, den dänischen König Frederik III. und sogar für Papst Innozenz X. Die Ausstellung bietet die Chance, die verschiedenen Stationen in Leben und Werk Heimbachs nachzuzeichnen und die Gemälde, ihre Auftraggeber an den unterschiedlichen Orten und sein Umfeld in Beziehung zu setzen. Während Heimbachs Gesamtwerk rund 100 Gemälde umfasst, unter denen sich Porträts, Genredarstellungen, religiöse Historien sowie ein Stillleben befinden, wird in der Ausstellung eine Auswahl von rund 40 herausragenden Gemälden aus internationalen Museen zu sehen sein.


Eine Kooperation mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
Gefördert durch: Rudolf-August Oetker-Stiftung

Wolfgang Heimbach, Selbstbildnis, 1660, LWL-MKuK, Münster. Foto: LWL/Neander

Barbarossa – Die Kunst der Herrschaft

Schloss Cappenberg, Selm 16.9.2022 - 5.2.2023
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster 28.10.2022 - 5.2.2023  

Anlässlich des 900. Geburtstages des berühmten Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster die große internationale Sonderausstellung „Barbarossa- Die Kunst der Herrschaft“. Die schillernde Figur des Kaisers "Rotbart", der als schwäbischer Herzogssohn seit 1155 als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation die Geschicke Europas mit lenkte, steht im Zentrum der Schau, die sich auf zwei Standorte verteilt: das Kunstmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster und Schloss Cappenberg bei Selm, Kreis Unna.

Das LWL-Museum widmet sich in einem breiten kulturgeschichtlichen Überblick dem um Machtausgleich bemühten Politiker, tiefgläubigen Christen, streitbaren Ritter und potenten Kunstförderer Barbarossa. Mit den Augen des Kaisers, der 1190 während des dritten Kreuzzugs im heutigen Anatolien ertrinkt, wirft die Ausstellung einen Blick auf das in vieler Hinsicht spannende 12. Jahrhundert. Zahlreiche Städte werden gegründet und gelangen rasch zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte, an den neu gegründeten Universitäten diskutieren Gelehrte aus den verschiedensten Ländern über Theologie, Philosophie und Naturwissenschaften. Der kulturelle Transfer über Grenzen hinaus führt zu einer Verschmelzung antiken, abendländischen und orientalischen Kulturgutes.

In der Ausstellung bilden der berühmte „Cappenberger Kopf“ und die Taufschale des Kaisers die zentralen Kunstwerke, die direkt mit der Person Barbarossa verknüpft sind. Der künstlerische Reichtum dieser Epoche spiegelt sich auch in anderen Exponaten der Ausstellung wider: in orientalischen Elfenbeinreliefs aus Sizilien, mit Emails geschmückten Reliquiaren aus dem Rheinland und kunstvoll geformten vergoldeten Bronzeskulpturen aus Niedersachsen.

Gefördert durch: LWL-Kulturstiftung

Cappenberger Kopf (um 1160), ehem. Prämonstratenser-Chorherrenstift Cappenberg,heute: Kath. Pfarrkirche St. Johannes Evangelist, Foto: Stephan Kube