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Ausstellungsvorschau 2022/23

Ausstellungsvorschau 2022/23

RADAR: Keta Gavasheli RUSTY TEARS

15.10. bis 29.1.2023
Projektraum Eröffnung: 15.10., 18 Uhr

Die Ausstellung von Keta Gavasheli (they/them, geboren in Georgien, lebt und arbeitet in Düsseldorf) beschäftigt sich mit alltäglichen Abgründen. Inspiriert von Gullydeckeln, Abflüssen und Kanal systemen zeigt Gavasheli Objekte aus verschiedenen Materialen und lädt visuell und akustisch dazu ein, sich versteckte Welten, die sich hinter solchen Öffnungen auftun, vorzustellen. RADAR ist eine Kooperation des LWL-Museums für Kunst und Kultur und des Westfälischen Kunstvereins.

Keta Gavasheli

Moderne. Ein kritischer Blick auf die Sammlung der Kunst des 20. Jahrhudnerts

5.5. bis 27.8.2023

Es ist 1908. Bei einem Rundgang durch das gerade eröffnete Landesmuseum der Provinz Westfalen gibt es bedeutende altwestfälische Kunst zu bestaunen. In einem kleinen Raum jedoch befinden sich einige zeitgenössische Gemälde von jüngeren, experimentierfreudigen Künstlern. Hier leuchtet ein Garten von Emil Nolde in üppigen Pinselstrichen neben mystischen Engeln von Melchior Lechter. Max Slevogt fängt einen Spaziergänger im Wald in atmosphärischer Stimmung ein, während in Hermann Groebers gemalter Momentaufnahme eine Frau sehnsuchtsvoll aus dem Fenster blickt. Doch wie avantgardistisch sind die Werke, die das Museum damals erworben hat? In den folgenden Jahren wächst diese zunächst kleine Sammlung zeitgenössischer Kunst, die man später als Moderne bezeichnen wird, durch Schenkungen und Ankäufe stetig. Zwei Weltkriege und politische Umschwünge hinterlassen ihre Spuren in den Erwerbungen. Welche Werke kauft das Museum in und nach der NS-Zeit? In welchem Licht stehen die Werke von Künstler:innen mit nationalsozialistischer Gesinnung heute?

Die Ausstellung hinterfragt kritisch und offen die Entstehung der Sammlung der Moderne in den vergangenen 115 Jahren.

Cappenberger Kopf (um 1160), ehem. Prämonstratenser-Chorherrenstift Cappenberg,heute: Kath. Pfarrkirche St. Johannes Evangelist, Foto: Stephan Kube

Nudes. Radikal nackt

Eine Kooperation mit der Tate, London
10.11.2023 bis 14.4.2024

Er fasziniert, er empört, er erregt und er inspiriert: der Akt. Er ist eines der ältesten und faszinierendsten Motive in der Kunst. Der unbekleidete Körper bietet geradezu unerschöpfliche Möglichkeiten, die Sicht des Menschen auf sich selbst, seine Ideale, Ängste und Träume darzustellen. Der Akt ist ein Genre, das sich immer wieder neu erfindet, um soziale, politische und ästhetische Belange zu transportieren und zu formulieren. Ob privat, historisch, intim oder politisch: Eine Vielzahl an Künstler:innen hat den nackten Körper in ihren Werken thematisiert. In der Ausstellung „Nudes. Radikal nackt“ werden unterschiedliche Interpretationsweisen des Akts sowie dessen kunsthistorische Entwicklung vom 19. bis zum 21. Jahrhundert beleuchtet.

Zum ersten Mal fusionieren die Sammlungen der Tate London und des LWL-Museums für Kunst und Kultur in einer gemeinsamen Ausstellung. Die Werke werden in thematischen Gruppen präsentiert, die von dem historischen Akt, den privaten und modernen Aktdarstellungen sowie surrealen Körpern bis hin zu politisch aufgeladenen und fragilen Darstellungen des nackten Körpers reichen. Werke der Münsteraner Sammlung – unter anderem von Edvard Munch, Karl Schmidt-Rottluff, August Macke, Willi Baumeister  – werden zusammen mit Arbeiten von Auguste Rodin, Gwen John, Edgar Degas, Henri Matisse, Pablo Picasso, Francis Bacon, Jackson Pollock, Marlene Dumas, Sarah Lucas, Tracy Enim, Alice Neel, Zanele Muholi und vielen mehr gezeigt.

Die Ausstellung wird großzügig gefördert von der Stiftung Kunst³, dem Stifterkreis des LWL-Museums für Kunst und Kultur, Münster.

Edvard Munch, Das weinende Mädchen, 1909. Foto: Hanna Neander