FilmGalerie Herbststaffel 2026: Innovativ und widerständig. Neuer Ungarischer Film
Es gibt drei gute Gründe, in diesem Jahr die alte Idee aufzunehmen, dem Filmland Ungarn eine eigene Staffel zu widmen. Zum einen ist am Anfang des Jahres der ungarische Filmregisseurs Béla Tarr, ein Meister des Weltkinos, verstorben. Zum anderen haben die Ungar:innen im April mit deutlicher Mehrheit die nationalkonservative Regierung Viktor Orbáns abgewählt und damit das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte von Demokratien ein Stück weit wiederhergestellt. Und schließlich gibt es die Tatsache, dass die filmische Tradition Ungarns einen besonderen Blick verdient.
Die Begabung zur Widerständigkeit, die kunstvolle Fähigkeit, politische Vorgaben und Repressionen subtil zu unterlaufen und sich immer wieder neu zu erfinden: Dieses offensichtliche Erbgut des Filmlands Ungarn möchte die Herbststaffel an fünf Abenden deutlich machen. Der Berliner Filmkritiker Jörg Taszman, einer der besten deutschen Kenner des ungarischen Films, wird in die Reihe und den Eröffnungsfilm einführen.
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