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Verschiedene Werke der Gegenwartskunst finden sich im LWL-Museum für Kunst und Kultur.

Gegenwartskunst

Einen Schwerpunkt der Sammlung Gegenwart bildet die Kunst der 1960er und 1970er Jahre mit wichtigen Werken der geometrisch-abstrakten Malerei und des Informel. Neben Werken europäischer Künstler:innen wie François Morellet, Richard Paul Lohse und Blinky Palermo sind u.a. eine Gruppe von Arbeiten der amerikanischen Farbfeldmalerei von Ellsworth Kelly, Kenneth Noland und Frank Stella vertreten. In der Sammlung des Museums befinden sich aus dieser Zeit auch herausragende Werke der Künstlergruppe ZERO sowie Arbeiten der Nouveaux Réalistes, der Affichisten und von Fluxuskünstler:innen aus der Sammlung Cremer. Diese Konvolute beinhalten fast ausschließlich Werke männlicher Künstler, sodass das Museum in den letzten Jahren versucht, dieser Unausgeglichenheit mit dem Ankauf von Werken weiblicher Künstlerinnen entgegenzuwirken.

Skulptur Projekte

Bedeutend und prägend für die Sammlung sind seit 1977 die Skulptur Projekte. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur, das die Ausstellung im Zehn-Jahresrhythmus ausrichtet, betreut neben vielen der im Stadtraum erhaltenen Skulpturen auch das Skulptur Projekte Archiv mit einem umfangreichen Bestand an Modellen, Skizzen und Dokumenten. Mittels der Ankäufe von Werken aus den Skulptur Projekten für den Außenraum als auch den Museumsraum sowie durch die Präsentation raumgreifender Skulpturen und Installationen im Lichthof konnte das Museum einen Sammlungsschwerpunkt im Bereich Skulptur und Installation aufbauen. Zum Kern dieser Gruppe von Werken gehören Arbeiten von Phyllida Barlow, Nam June Paik, Maria Nordman, Rachel Whiteread, Reiner Ruthenbeck, Sherrie Levine und Olaf Metzel.

Auf dem Bild ist eine Skulptur von Wagner zu sehen.

Erweiterung der Sammlung

Zum Ausbau des jüngsten Sammlungsbereichs zählen Fotografien von Thomas Ruff und Annette Kelm sowie Videofilme von Omer Fast, Christian Jankowski, Johanna Reich oder Yelena Popova, die in den letzten Jahren erworben werden konnten. Das Museum kann seine Sammlung zusätzlich durch Werke ergänzen, welche durch Ankäufe im Rahmen des Konrad-von-Soest-Preises in die Sammlung gelangen. Dazu gehören Arbeiten von Tatjana Doll, Rune Mields und Andreas Siekmann, die als Dauerleihgabe der Provinzial Versicherung im Museum sind. Durch den Cremer-Preis und die dazu ausgerichteten Ausstellungen gelangten Installationen des Künstlerduos FORT, von Kirsten Pieroth und Haegue Yang in die Sammlung.