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Kunstwerk des Monats September Zwei Kutschenpaneele (um 1750)

Mit einem seltenen Paar Kutschenpaneele bewahrt das LWL-Museum für Kunst und Kultur ein faszinierendes Highlight der französischen Lackkunst aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Paneele bildeten vermutlich einst die Rahmung des zentralen Mittelpaneels einer französischen Prunkkutsche („Berline“). Sie zeigen zwei in blauer Ölmalerei ausgeführte chinesisch anmutende Motive, die von prächtigen, goldglänzenden Ornamenten gefasst sind. Der Rahmen, der an die japanische Goldstreutechnik des „Nashiji“ („Birnenschalengrund“) angelehnt ist, stellt den eigentlichen Blickfang des Ensembles dar. Die kunstvolle Lackarbeit wird den Brüdern Guillaume und Étienne-Simon Martin in Paris zugeschrieben, die im Frankreich des 18. Jahrhunderts zu den bekanntesten und talentiertesten Vertretern im Bereich der Lackkunst zählten.
 

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