Digitelling: Reiselustig. Unterwegs mit dem Hasen Felix
Eine Ausstellung des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster (28.3.2026 – 13.9.2026)
Pack deinen Rucksack und mach dich auf den Weg.
Auf Reisen hörst du verschiedene Sprachen, schmeckst und siehst Neues. Jeder Ort erzählt eine eigene Geschichte.
Wenn du genau hinschaust, entdeckst du immer mehr. Und vielleicht ändert sich sogar dein Blick auf die Welt.
In der Ausstellung „Reiselustig. Unterwegs mit dem Hasen Felix“ kannst du dich durch unterschiedliche Themenräume bewegen. Hier bekommst du mehr Infos über verschiedene Orte und lernst, was sie so besonders und schützenswert macht.
Viel Spaß!
„Hallo, (Um)Welt!"
Umwelt ist Luft zum Atmen, Wasser zum Trinken, Tiere im Wald, Städte voller Leben.
Sie ist überall – auch auf jeder Reise. Deshalb ist sie so wichtig und schützenswert.
Doch wie erreichst du andere Orte?
Exkurs Reisemittel
Hup, Hup!
Unterwegs kommst du auf viele Arten voran: Du steigst in einen Zug mit vielen anderen Menschen oder nutzt das Auto. Damit bleibst du flexibler und erreichst auch abgelegene Orte. Allerdings brauchen Autos viel Platz auf den Straßen und Parkplätzen und viel Sprit. Mit einem Flugzeug kannst du in ferne Länder fliegen. Von oben sieht die Welt ganz anders aus – winzige Häuser, lange Flüsse und weiße Wolken unter dir. Fliegen ist spannend, verbraucht aber viel Treibstoff und ist oft teuer. Manche reisen gern mit dem Schiff. Das dauert länger, doch man erlebt Wind und Wasser ganz nah.
Jedes Reisemittel fühlt sich anders an und bringt dich auf seine eigene Weise ans Ziel. Manche Wege brauchen mehr Platz, Energie oder Zeit als andere. Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen, wie wir reisen.
Das Meer ruft!
Ein Sommertag
Stell dir vor, wie das kühle Wasser deine Füße umspült, während du hinüber zum anderen Ufer schaust. Vielleicht warten deine Freund:innen oder deine Familie schon auf dem Steg auf dich. Später wollt ihr noch Tretboot fahren und ein Eis essen. Der Ammersee in Bayern lädt dazu ein, den Sommertag zu genießen.
„Alles Leben kommt aus dem Wasser“
Wasser bedeutet Leben: Menschen, Tiere und Pflanzen brauchen Süßwasser zum Trinken, Wachsen und Überleben. Meereswasser ist genauso wichtig: Es kühlt die Erde, beeinflusst das Wetter und bietet unzähligen Lebewesen ein Zuhause. Flüsse und Meere verbinden alles miteinander. Wenn das Wasser gesund bleibt, bleibt auch das Leben in Bewegung.
Wilde Wellen
Die Fischer versuchen gemeinsam das schwere Netz an Land zu ziehen, aber noch zehren daran die wilden Wellen des Meeres. Glaubst du, sie sind erfolgreich? Sie könnten sich über Meeresfrüchte und Fische freuen, die sie später auf dem Markt verkaufen. Aber vielleicht haben sie nur ein Menge Müll in ihrem Netz.
Wusstest du, dass ein Großteil des Mülls im Meer, verloren gegangene Fischernetzte sind? Sie heißen Geisternetze und gehen meistens durch Unfälle verloren.
Der Berg ruft!
Hohe Berge, tiefe Täler
Wir machen eine Wanderung durch tiefe Täler und auf hohe Berge. Das ist ganz schön anstrengend – wir pusten und schnaufen. Doch oben auf dem Gipfel ist die Aussicht atemberaubend!
Wenn du Urlaub in den Bergen machst, beginnt dein Abenteuer meist früh am Tag.
Schau dir das Bild des Malers Alexandre Calame genau an: Ganz oben auf der Spitze des Berges, kannst du sogar den schneebedeckten Gipfel sehen. Ist die Aussicht nicht unglaublich? Das Gemälde zeigt das Wetterhorn, das ist ein großer Berg in der Schweiz.
Meta Brevoort, eine außergewöhnlich gute Bergsteigerin, war 1847 die erste Person die sich traute, das Wetterhorn im Winter hinaufzuklettern. Brrrr…. da war es bestimmt ganz schön kalt.
Gletscher-Check: Farbpracht
Exkurs: Klimawandel
Klimawandel bedeutet, dass sich Wetter und Temperaturen auf der Erde langsam verändern. Wenn Menschen Kohle, Öl und Gas verbrennen, zum Beispiel für Strom, Autos oder Heizung, wird die Luft wärmer. Eis schmilzt, Meere steigen und manche Tage werden heißer oder nasser als früher. Menschen, Tiere und Pflanzen müssen sich anpassen.
Mach mit!
Du kannst mithelfen, dass sich die Erde langsamer erwärmt. Schalte Licht aus, wenn du es nicht brauchst. Fahre Wege mit dem Rad oder gehe zu Fuß. Nutze Dinge länger und teile sie mit anderen. Jeder kleine Schritt hilft der Erde.
So viel zu erleben
Exkurs: Nicht alle Leute können reisen
Reisen fühlt sich oft leicht und selbstverständlich an. Du packst deinen Rucksack, steigst in einen Zug, ein Auto oder ein Flugzeug, und los geht’s!
Doch nicht alle können reisen. Manche Menschen haben wenig Geld, andere müssen sich um Menschen oder Tiere kümmern oder dürfen ihr Land nicht einfach verlassen. Für sie bleibt reisen ein Wunsch.
Reisen braucht Zeit, Geld und Sicherheit. Nicht jede Familie kann sich das leisten. Manche Kinder kennen nur ihre eigene Stadt oder ihr Dorf. Das ist nicht schlecht, aber anders. Wer reisen kann, sieht neue Orte, trifft andere Menschen und lernt viel dazu.
Wenn du unterwegs bist, kannst du daran denken und dich freuen. Bleib neugierig: Reisen öffnet Türen.
Beliebt, Belebt, Bereut?
Überall auf der Welt warten wunderschöne Orte darauf, entdeckt zu werden.
Einige Städte sind so berühmt, dass sehr viele Menschen dorthin reisen. Wenn viele Menschen zur gleichen Zeit dorthin reisen, werden die Gassen eng, Wege nutzen sich ab und Müll bleibt liegen.
Wir reden von Massentourismus, wenn alle genau dorthin wollen.
Die Menschen brauchen Platz zum Schlafen, Essen und Einkaufen. Alte Häuser werden zu Ferienwohnungen, Läden verkaufen nur noch Souvenirs. Für die Menschen vor Ort wird Wohnen teurer, Nachbarschaften lösen sich auf. Alles wirkt, als wäre es nur noch für die Tourist:innen gemacht. Auch die Natur spürt den Druck. Viele Füße treten Wiesen fest, Boote stören Tiere im Wasser, Wege werden breiter und lauter. Pflanzen wachsen langsamer nach, Tiere finden weniger Ruhe. Gleichzeitig fühlen sich Reisende oft gehetzt. Lange Schlangen vor Museen, Attraktionen, Restaurants oder Cafés lassen wenig Raum zum Staunen. Orte wirken wie Kulissen im Theater.
Massentourismus zeigt: Reisen kann verbinden, aber auch belasten.
Unter dem Regenbogen auf dem Bild von Otto Piene schlummert auf einer kleinen Insel ein sehr besonderer Ort. Wenn du zum Mont Saint-Michel reist, fühlt es sich an wie im Märchen. Du siehst eine große Insel mit einer hohen Abtei, die aus dem Meer wächst. Bei Ebbe läufst du über Sand, bei Flut umgibt Wasser die Insel ganz. Du steigst enge Gassen hinauf, schaust weit übers Meer und spürst, wie besonders dieser Ort ist.
Weil dieser Ort so berühmt und einzigartig ist, wollen ihn jedes Jahr sehr viele Menschen sehen. Dann gibt es Gedränge und lange Wartezeiten. Auch Tiere und Pflanzen rund um die Insel haben weniger Ruhe. Darum braucht der Mont Saint-Michel Reisende, die aufmerksam sind und Rücksicht nehmen.
Künstler:innen auf Reisen
Auf Reisen suchten Künstler und Künstlerinnen nach tollen Motiven.
Sie wollten andere Städte sehen, ihnen unbekannte Landschaften zeichnen und Menschen beobachten. In Italien studierten sie alte Statuen, in großen Städten lernten sie neue Techniken. Manche füllten Skizzenbücher mit schnellen Zeichnungen, andere sammelten Farben, Stoffe oder Geschichten. Reisen half ihnen, anders zu sehen. Neue Orte änderten ihren Blick auf die Welt. Viele berühmte Bilder entstanden, weil Künstler unterwegs waren. Jede Reise brachte frische Ideen mit zurück ins Atelier.
Der Künstler August Macke träumte sehr lange von einer ganz besonderen Reise. Im Jahr 1914 konnte er gemeinsam mit seinen Freunden Paul und Louis endlich in Richtung Afrika fahren. Auf diesem Bild siehst du einen Blick auf einen Hafen in Tunesien. August war begeistert von dem Licht, den Farben und Formen und schrieb alles sehr detailliert in seine Tagebücher. Außerdem fertigte er unzählige Skizzen und Fotos an, um später daraus Ölbilder in seinem Atelier zu malen.
Geheimtipp: Link zum Kidditorial