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Das Foto zeigt den alten Lichthof im LWL-Museum für Kunst und Kultur. In der Mitte ist ein Gerüst aufgebaut: das sogenannte FORUM.

PUBLIC MATTERS
PUBLIKATION – AUSSTELLUNG – FORUM

THE PUBLIC MATTERS

Ausstellung bis zum 15. November

Wie eng Utopie und Dystopie miteinander verbunden sind, zeigt die Ausstellung THE PUBLIC MATTERS. Anlässlich der Publikation PUBLIC MATTERS, die aus einem dreijährigen Forschungsprojekt zum Skulptur Projekte Archiv hervorgeht, entwickelte das Künstlerinnenkollektiv Projekt 2077 eine ambivalente Zukunftsvision der Skulptur Projekte im Jahr 2077. In einer 8-Kanal-Videoinstallation, umgeben von einer umfänglichen Farbintervention, offeriert das Kollektiv einen künstlerisch-assoziativen Zugriff auf das Archivmaterial. Das Resultat ist eine dichte Zitatcollage aus alten Korrespondenzen, aktuellen Stimmen und künstlerischen Vorbildern. Nicht selten reagiert das Kollektiv parodierend auf die gegenwärtige Kunstpolitik. Zugleich zeichnet Projekt 2077 die unbehagliche Idee von einer Zukunft, in der in Folge des Einflusses von Big Data die Menschen kollektiv vereinsamt sind und in den Kunstprojekten Heilung suchen. Ein Szenario, das Fragen aufwirft, indem es Antworten entwirft.

Das FORUM, im Herzen der Ausstellung, dient davon ausgehend als Austragungsort für Podiumsdiskussionen und Kunstgespräche, Seminare und Lesungen sowie Poetry Slams und Performances. Sie alle fokussieren die Frage nach Öffentlichkeit(en) und deren Räumen.

Das Künstlerinnenkollektiv Projekt 2077 sind:
Yedam Ann, Petra Bresser, Rabia Caliskan, Lucia Ertel, Noah Evenius, Alina Inserra, Jiyeon Kang, Steve Christian Ernst Knoll, Zauri Matikashvili, Youn Hee Park, Mira Reeh, Lioba Schmidt, Silke Schönfeld, Katharina Siemeling, Maximilian Wigger

Kuratiert von Dr. Franziska Kunze

Zum Ausstellungstrailer

Digitale Intervention zur Ausstellung

Projekt 2077 schafft einen digitalen Zufluchtsort gefüllt mit Kunst und Kultur und will die Menschen von ihrer Einsamkeit in der analogen Welt befreien. Dabei denkt das Kollektiv auch die derzeitigen Weltgeschehnisse in seiner künstlerischen Arbeit mit, da die Ausstellung im Zuge der Corona-Pandemie eine neue Brisanz erfährt. So greift das Projekt 2077 das Erleben kollektiver Einsamkeit und das Verlangen nach sozialer und kultureller Nähe in Zeiten einer globalen Pandemie auf und knüpft daran an, dass ein großer Teil der Tätigkeiten und Kontakte in den digitalen Raum verlagert worden sind. Die Künstlerinnen des Kollektivs verfolgen diese digitalen Spuren und ihre Potenziale in ihrem Onlineformat.

Zur digitalen Intervention

Künstler*innenkollektiv 2077

PublikationPUBLIC MATTERS. Debatten und Dokumente aus dem Skulptur Projekte Archiv

Hrsg. von: Hermann Arnhold, Ursula Frohne, Marianne Wagner, Köln: Walther König 2019 (480 Seiten), 35 €

Öffentlichkeit und Teilhabe sind Grundlagen jeder Demokratie und einer offenen Gesellschaft. Sie bestimmen die Positionierung und Entwicklung eines ungewöhnlichen Ausstellungsformats: der Skulptur Projekte in Münster. Die Publikation Public Matters bündelt die Ergebnisse einer dreijährigen von der Volkswagen Stiftung geförderten Forschungskooperation zwischen dem LWL-Museum für Kunst und Kultur und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Skulptur Projekte Archiv. Public Matters eröffnet mit Essays, Fallstudien, Statements und Gesprächen sowie einer Fülle von bisher nicht publiziertem Material Perspektiven auf eines der international bedeutendsten Archivkonvolute zu Kunst im öffentlichen Raum und reflektiert die Relevanz ästhetischer und kuratorischer Praktiken für die Entstehung von Öffentlichkeit

Blick in die Publikation "Public Matters".

VERANSTALTUNGEN IM FORUM

Kunstgespräch: Schwarz-Rot-Gold in der Kunst

Samstag, 17. Oktober 2020, 14 – 15.30 Uhr

Die Farben Schwarz, Rot und Gelb rufen insbesondere in ihrer horizontalen Anordnung das Bild der deutschen Nationalflagge auf, nicht selten begleitet von ambivalenten Gefühlen. Einige Künstler*innen sind diesem Phänomen nachgegangen, stellen ihre unterschiedlichen Projekte in einem Kunstgespräch vor und berichten über ihre Erfahrungen mit der öffentlichen Meinung.

Die geladenen Künstler*innen und ihre Arbeiten sind:
Johanna Reich mit Flags, 2011
Jan Hoeft mit Sneakers (Black, Red, Gold), 2015
Selma Gültoprak und Vera Drebusch mit Bushaltestelle Deutschland, 2017
Projekt 2077 mit The Public Matters, 2019-2020

Moderiert von Moritz Scheper

Der Eintritt ist frei. Tickets gibt es an der Kasse.

Filmstill der Arbeit "Flags" von Johanna Reich

Westfälische Kulturkonferenz zu Gast im FORUM

DIESE VERANSTALTUNG ENTFÄLLT!

Mittwoch, 4. November 2020, 16 – 18 Uhr

Erkenntnis und der öffentliche Raum im digitalen Zeitalter: Was uns die Kunst über Daten lehrt
Vortrag von Prof. Nina Gerlach; Kunstakademie Münster

PUBLIC MATTERS: Publikation, Forum, Ausstellung
Einführung von Dr. Marianne Wagner, LWL-Museum für Kunst und Kultur, anschließend Möglichkeit zum Ausstellungsrundgang

Eine Veranstaltung im Rahmen der Westfälischen Kulturkonferenz,
Begrüßung: Dr. Yasmine Freigang, LWL-Kulturabteilung

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl, Anmeldung und Informationen

Eine Veranstaltung im Rahmen der Westfälischen Kulturkonferenz

Das Foto zeigt ein Plakat zur 10. Kulturkonferenz in Westfalen.

Why wait? Translate! Ein interdisziplinäres Lab zum Übersetzen im 21. Jahrhundert

Mittwoch 11. November 2020, 19 Uhr

Wie sieht Übersetzen in fünfzig Jahren aus? Wohin geht Übersetzung – zwischen analog und digital, individuell und kollektiv, zwischen Laut- und Gebärdensprache? Diesen Fragen stellt sich Burg Hülshoff – Center for Literature gemeinsam mit Künstler*innen, wie Valère Novarina, Mette Moestrup und der Initiative handverlesen, in Lesungen, Performances und Tryouts.

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl, Anmeldung und Informationen.
 

Gefördert und mitveranstaltet von dem Programm TOLEDO – Übersetzer*innen im Austausch der Kulturen. TOLEDO ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds.

Kuration: Jörg Albrecht (CfL) & Aurélie Maurin (TOLEDO)

Eine Kooperation von Burg Hülshoff – Center for Literature mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster und der FH Münster – Institut für Gesellschaft und Digitales.

Plakat zur Veranstaltung.

Symposium: Skulptur Projekte: Erfolg und Erwartung. Was zeichnet Biografien von Künstler*innen aus?

Freitag, 13. November 2020

Programm als PDF
[Aufgrund der derzeitigen Situation kann es zu kurzfristigen Änderungen kommen.]

10:30   Begrüßung und Einführung
Ursula Frohne, Pia Gamon, Marianne Wagner

11:00   Keynote
"Ludger Gerdes: Was keinen Erfolg hat, taugt auch nix"
Wolfgang Ullrich, freier Autor, Leipzig und München

12:00    Pause

13:00    Panel 1: Netzwerk und Ware

Impulsvortrag:
Nadine Oberste-Hetbleck, ZADIK, Universität zu Köln
Gesprächtspartner*innen:
Christian Nagel, Galerie Nagel Draxler, Berlin und Köln
Ulli Seegers, Heinrich Heine Universität, Düsseldorf  
Moderation: Pia Gamon

14:00     Panel 2: Großausstellung und Marke
Impulsvortrag:
Georg Imdahl, Kunstakademie Münster
Gesprächtspartner*innen:
Christine Litz; Museum für Neue Kunst Freiburg
Merle Radtke, Kunsthalle Münster
Dorothee Richter, Zürcher Hochschule der Künste
Moderation: Ursula Frohne

15:00    Pause

15:30    Panel 3: Biografie und Erfolg
Impulsvortrag:
Günter Herzog, ZADIK, Universität zu Köln
Gesprächspartner*innen:
Nicoline van Harskamp, Künstlerin, Amsterdam
Matt Mullican, Künstler, Berlin
Christian Odzuck, Künstler, Essen
Andreas Siekmann, Künstler, Berlin
Moderation: Marianne Wagner

16:30    Resümee

Ab 17 Uhr Künstlerische Beiträge im Rahmen des Symposium am Langen Freitag [siehe unten].

Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich für eine Teilnahme online an und bringen das Ticket mit.

Das Symposium wird per ZOOM ins Netz übertragen:
URL: http://go.wwu.de/95ns6
Kenncode: 372616

Eine Kooperation von:
Stiftung Kunstfonds
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
LWL-Museum für Kunst und Kultur

Blick in das FORUM im Lichthof des LWL-Museums für Kunst und Kultur.

Künstlerische Beiträge

Langer Freitag, 13. November 2020
Im Anschluss an das Symposium

17 Uhr - Sichtbarkeit ist die Währung

Ein Programm mit kurzen Impulsvorträgen des Projekts 2.0 77, einer studentischen Gruppe der Kunstakademie Münster: Jedes prekäre Arbeitsverhältnis schwächt die Demokratie in ihren Grundfesten: „Trotz aller Widrigkeiten sind Wir gekommen, um heute Abend zu beanspruchen, was Uns gehört.“ Werden Sie Teilhaber*in einer potenziell biografie-fördernden performativen Singularität von therapeutisch-kathartische Wirkkraft: Es wird sich lohnen!

Es gelten die Hygieneregeln, das Publikum kann zirkulieren höchstens 50 Personen, ohne Anmeldung, Dauer ca. 30 Min.

18 Uhr - TxTour

Ein Programm von spoken word performances aus der Klasse van Harskamp.

Es gelten die Hygieneregeln, das Publikum kann zirkulieren höchstens 50 Personen, ohne Anmeldung, Dauer ca. 150 Min.

Das Künstlerinnenkollektiv Projekt 2077 steht in schwarz-rot-gelber Kleidung im FORUM.